02.09.26
Wenn Geschmack ein Gesicht bekommt
Eine besondere Etikettenserie von Waldviertler Whisky J.H.
Wie sieht eigentlich ein Whisky aus? Damit meinen wir nicht seine Farbe im Glas. Nicht die Form der Flasche und auch nicht das Fass, in dem er über viele Jahre gereift ist. Sondern seinen Geschmack. Wie würde ein Whisky aussehen, wenn man seine Aromen sichtbar machen könnte? Aus dieser Frage ist eine besondere Idee entstanden. Für ausgewählte Abfüllungen stellen wir die Tastingnotes des Whiskys als Gesicht dar. Früchte, Gewürze, Röstaromen und andere Geschmacksnuancen werden dabei zu einzelnen Elementen eines Porträts. So entsteht aus der sensorischen Beschreibung eines Whiskys ein Bild – und jeder Whisky bekommt sein eigenes Gesicht.
Tastingnotes einmal anders
Normalerweise begegnen uns Tastingnotes als Worte: Vanille, Karamell, Schokolade, Tabak, Früchte, Kräuter oder Getreide. Sie helfen dabei, einen Whisky zu beschreiben. Gleichzeitig sind Geschmack und Geruch etwas sehr Persönliches. Nicht jeder entdeckt dieselben Aromen zur selben Zeit und nicht jeder verbindet damit dieselben Bilder. Genau hier setzt die Idee unserer Etiketten an. Die einzelnen Aromen werden nicht einfach neben der Flasche aufgezählt. Sie werden Teil des Designs. Aus ihnen entsteht ein Gesicht, dessen einzelne Elemente den Charakter des Whiskys widerspiegeln.
Geschmack wird damit nicht nur beschrieben, sondern sichtbar gemacht.
Eine für uns neue Form, über Whisky zu erzählen – und ein Novum in der Gestaltung unserer Abfüllungen. Mittlerweile tragen drei unserer Whiskys ein Gesicht.
Dark Rye Malt J.H. – dunkel, würzig und vielschichtig
Den Anfang macht unser Dark Rye Malt J.H. Doublewood.
Er wird aus 100 % dunkel geröstetem Roggenmalz hergestellt und reifte zunächst fünf Jahre in frischer heimischer Eiche. Weitere sieben Jahre durfte er anschließend in einem gebrauchten Portweinfass aus französischer Eiche verbringen.
Entsprechend vielschichtig zeigt sich sein Aromenspiel: Schokolade und geröstete Mandeln treffen auf Zwetschke, dunkle Früchte, Karamell, Kaffee, Tabak und die charakteristische Würze des Roggens.
Und genau diese Aromen finden sich auch in seinem Gesicht wieder.
Single Malt J.H. 13 Jahre – ein Gesicht für 13 Jahre Reifung
Ein ganz anderes Bild zeichnet unser Single Malt J.H. 13 Jahre aus dem Ex-Traubenbrandfass.
Die Grundlage bildet 100% hell geröstetes Gerstenmalz. Nach 13 Jahren Reifung zeigt sich ein Whisky, der Zeit und Aufmerksamkeit verlangt.
Malz und Getreide bilden den Ausgangspunkt. Nach und nach kommen Pflaumenmus, Marzipan und dunkler Tabak hinzu, gefolgt von Karamell, Vanille, Veilchen, Minze und einem Hauch Zitronenschale.
Auch hier wird das Etikett zu einer kleinen Entdeckungsreise. Was man später in der Nase und am Gaumen suchen kann, begegnet einem bereits beim Betrachten der Flasche.
Oder anders gesagt: Man kann diesen Whisky schon ein wenig lesen, bevor man ihn überhaupt im Glas hat.
Dark Single Malt J.H. – wenn zwei Handwerke ein Gesicht formen
Der dritte Whisky dieser Reihe führt die Idee nun weiter. Unser neuer Dark Single Malt J.H. wurde aus 100 % dunkel geröstetem Gerstenmalz hergestellt und in einem ehemaligen Bockbierfass der Sitzenberger Biermanufaktur veredelt.
Dahinter steht eine kreative Zusammenarbeit zweier niederösterreichischer Handwerksbetriebe. Brauen und Brennen sind unterschiedliche Welten – und haben doch vieles gemeinsam: Getreide, Zeit, Erfahrung und die Freude daran, aus wenigen Rohstoffen etwas Charaktervolles entstehen zu lassen.
Bei unserer Kooperation spielt auch das Fass eine verbindende Rolle. Sitzenberger Bier durfte bereits in einem unserer Whiskyfässer reifen.
Nun ging der Weg in die andere Richtung: Ein ehemaliges Bockbierfass kam zu uns und durfte dem Dark Single Malt seine Spuren mitgeben.
Das zeigt sich auch geschmacklich.
Rote Beeren und Vanille treffen auf kräftiges Malz, Kaffee und Karamell. Dazu kommen Brombeere, Zwetschkenmus und Schokolade. Am Gaumen bringt das ehemalige Bockbierfass herbe und bittere Akzente ins Spiel, bevor Karamell, Kräuter und Tabak den langen Nachhall begleiten.
Viele Aromen. Viele Eindrücke.
Und daraus entsteht wieder: ein Gesicht.
Drei Whiskys. Drei Gesichter.
Stellt man die drei Flaschen nebeneinander, wird die Idee hinter der Serie besonders deutlich. Denn obwohl alle Etiketten nach demselben Prinzip entstanden sind, gleicht keines dem anderen. Der kräftige Dark Rye Malt aus Virgin Oak und Portfass erzählt eine andere Geschichte als der 13 Jahre gereifte Single Malt. Und der neue Dark Single Malt bringt durch das dunkel geröstete Gerstenmalz und das ehemalige Bockbierfass wiederum eine völlig eigene Aromatik mit. So individuell der Geschmack, so individuell das Gesicht. Genau das macht für uns den Reiz dieser Etiketten aus. Sie sollen nicht einfach eine Flasche schmücken. Sie sollen neugierig machen, genauer hinzusehen – und später beim Verkosten vielleicht das eine oder andere Detail wiederzuentdecken.
Kann man Geschmack sehen?
Natürlich bleibt Whisky vor allem eines: eine Erfahrung für Nase und Gaumen. Aber Geschmack erzeugt Bilder. Der Duft nach Zwetschkenmus erinnert vielleicht an eine Küche im Spätsommer. Dunkle Schokolade hat eine Farbe und eine Textur. Geröstetes Getreide, Kaffee, Kräuter oder Tabak lösen ebenfalls ganz unterschiedliche Vorstellungen aus welche unsere besonderen Etiketten genau damit auf spielerische Weise aufgreifen. Wir übersetzen Tastingnotes in Bilder. Aus Aromen werden Formen. Und aus dem Charakter eines Whiskys entsteht ein Gesicht. Drei Abfüllungen tragen es mittlerweile. Und jedes erzählt seine ganz eigene Geschichte.