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09.09.26

Wenn Bier auf Whisky trifft

Dunkles Bier

Whisky-Bier-Gulasch aus dem Waldviertel

Bier und Whisky haben mehr gemeinsam, als man auf den ersten Blick vermuten würde. Beide beginnen ihre Reise beim Getreide. Malz, Wasser und handwerkliches Können spielen bei ihrer Herstellung eine entscheidende Rolle – erst danach gehen Bier und Whisky getrennte Wege. Während das Bier nach Gärung und Reifung vergleichsweise rasch ins Glas kommt, beginnt für Whisky nach der Destillation erst eine lange Zeit im Fass. Und manchmal treffen sich die beiden später wieder. Bei unserem neuen Dark Single Malt J.H. Bockbierfass ist genau das passiert. Und weil Bier und Whisky nicht nur im Fass eine spannende Verbindung eingehen, bringen wir sie heute auch gemeinsam in den Kochtopf: mit einem kräftigen Whisky-Bier-Gulasch.

ZUM REZEPT

Bier und Whisky – zwei Verwandte aus Getreide

Die Verwandtschaft zwischen Bier und Whisky steckt bereits in der Herstellung. Getreide wird vermälzt, geschrotet und mit Wasser vermischt. Dabei wird die im Korn enthaltene Stärke in vergärbaren Zucker umgewandelt. Beim Bier folgen darauf unter anderem Würzen, Hopfen und die für den jeweiligen Bierstil typische weitere Verarbeitung. 

Beim Whisky wird die vergorene Maische hingegen destilliert. Aus dem Brand entsteht schließlich durch die jahrelange Reifung im Holzfass Whisky. Gerade diese gemeinsame Basis macht die Kombination auch geschmacklich interessant. Malzige Süße, Röstaromen und die herberen Noten eines dunklen Biers können sich mit den Holz-, Getreide- und Gewürznoten eines Whiskys verbinden. 

Das funktioniert im Glas. Im Fass. Und auch beim Kochen.

Wenn das Bockbierfass zum Whiskyfass wird

Wie spannend das Zusammenspiel sein kann, zeigt eine besondere Abfüllung aus unserem Fasslager: der Dark Single Malt J.H. Bockbierfass. 

Seine Geschichte beginnt mit 100 % dunkel geröstetem Gerstenmalz. Sieben Jahre reifte der Whisky zunächst in einem heimischen Eichenfass. Anschließend durfte er für weitere zwei Jahre in ein Fass wechseln, in dem zuvor die Sitzenberger Biermanufaktur ihren kräftig-würzigen Winterbock reifen ließ. 

Nach insgesamt neun Jahren Reifezeit treffen damit zwei Welten aufeinander, die eigentlich eng miteinander verwandt sind. 

Die Süße und Tiefe des dunkel gerösteten Gerstenmalzes verbindet sich mit den herben, würzigen und fruchtigen Aromen des Winterbocks. In der Nase zeigen sich unter anderem rote Beeren, Vanille, Kaffee, Karamell, Brombeere und Zwetschkenmus. Am Gaumen treten zunächst die herberen Seiten des Bockbiers hervor, bevor Karamell sowie würzige Anklänge von Thymian und Rosmarin folgen. 

Ein Whisky mit Ecken und Kanten – und ein schönes Beispiel dafür, was passieren kann, wenn Bier und Whisky genügend Zeit miteinander bekommen.

Bier und Whisky im Kochtopf

Für unser Gulasch greifen wir dieselbe Grundidee auf. 

Ein dunkles, malzbetontes Bier bringt Körper, Röstaromen und eine leichte Süße in die Sauce. Whisky ergänzt Würze und Tiefe. Zusammen mit langsam gerösteten Zwiebeln, Rindfleisch, Paprika, Kümmel und Majoran entsteht daraus ein kräftiges Schmorgericht. 

Wichtig ist dabei vor allem eines: Zeit. 

Denn ähnlich wie beim Whisky lässt sich auch ein gutes Gulasch nicht beschleunigen. Die Zwiebeln müssen langsam Farbe bekommen, das Fleisch braucht Zeit zum Schmoren und die Aromen müssen Gelegenheit haben, sich miteinander zu verbinden.

Rezept: Whisky-Bier-Gulasch

4-6 Personen

Zutaten

1 kg Rindfleisch für Gulasch
700 g Zwiebeln 
2 EL Butterschmalz oder Pflanzenöl
2 EL edelsüßes Paprikapulver
1 TL scharfes Paprikapulver
2 EL Tomatenmark
2 Knoblauchzehen
1 TL Kümmel
1 TL Majoran 500 ml dunkles, malzbetontes Bier
ca. 300 ml Rinderfond
40 ml Waldviertler Whisky J.H.
1 EL Apfelessig
Salz und Pfeffer
nach Geschmack etwas Honig oder brauner Zucker



Zubereitung

Die Zwiebeln fein schneiden und in Butterschmalz bei mittlerer Hitze langsam goldbraun rösten. Hier zahlt sich Geduld aus, denn die Zwiebeln geben dem Gulasch später seine natürliche Bindung und kräftige Grundaromatik. 

Das Tomatenmark dazugeben und kurz mitrösten. Anschließend den Topf kurz von der Hitze nehmen, beide Sorten Paprikapulver einrühren und unmittelbar mit einem Teil des Biers ablöschen. So verhindert ihr, dass der Paprika beim Rösten bitter wird. 

Nun das Rindfleisch sowie fein gehackten Knoblauch, Kümmel und Majoran dazugeben. Das restliche Bier und so viel Rinderfond aufgießen, dass das Fleisch weitgehend von Flüssigkeit umgeben ist. 

Das Gulasch zugedeckt bei niedriger Temperatur etwa 2 bis 2½ Stunden langsam schmoren lassen. Zwischendurch umrühren und bei Bedarf etwas Flüssigkeit ergänzen. 

Etwa 15 Minuten vor Ende der Garzeit rund 30 ml Whisky einrühren und das Gulasch ohne Deckel fertigköcheln lassen. Anschließend mit Salz, Pfeffer und einem Schuss Apfelessig abschmecken. 

Wer das Whiskyaroma noch etwas deutlicher wahrnehmen möchte, kann unmittelbar vor dem Servieren einen kleinen zusätzlichen Schuss Whisky unterrühren. 

Dazu passen Waldviertler Erdäpfelknödel oder auch Serviettenknödel ebenso wie ein kräftiges Bauernbrot.

Welches Bier eignet sich für das Gulasch?

Am besten funktioniert ein dunkles, eher malzbetontes Bier. Ein Dunkelbier oder Bockbier bringt Karamell-, Brot- und Röstaromen mit und gibt der Sauce zusätzliche Tiefe. 

Bei sehr stark gehopften Bieren ist hingegen etwas Vorsicht geboten. Die Bitterstoffe können sich durch das lange Einkochen konzentrieren und das Gericht dominieren. 

Und beim Whisky? 

Hier darf durchaus experimentiert werden. Ein würziger Whisky setzt andere Akzente als ein besonders malziger oder von kräftigen Röstaromen geprägter Whisky. Entscheidend ist die Balance: Der Whisky soll das Gulasch nicht überdecken, sondern ihm eine zusätzliche aromatische Ebene geben.

Vom Getreide übers Fass bis in den Kochtopf

Manchmal führen zwei unterschiedliche Wege wieder zusammen. 

Bier und Whisky beginnen beim Getreide, entwickeln durch ihre Herstellung einen ganz eigenen Charakter und können sich Jahre später wieder begegnen. Bei unserem Dark Single Malt J.H. geschah das während der zweijährigen Nachreifung im ehemaligen Winterbockfass. 

Beim Whisky-Bier-Gulasch dauert die Begegnung zwar keine zwei Jahre, sondern nur ein paar Stunden. Das Prinzip dahinter ist aber gar nicht so verschieden: Gute Zutaten bekommen Zeit, ihre Aromen miteinander zu verbinden. 

Und am Ende entscheidet wie so oft der Geschmack. 

Mehr zum Dark Single Malt J.H. Bockbierfass findet ihr in unserem Onlineshop.

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